Die Tradition der Panoramamalerei

Das PANORAMA VIENNA verbindet die faszinierende Tradition des Panoramas mit einem einzigartigen Erlebnisfaktor und schafft damit eine völlig neue Form der Attraktion für die BesucherInnen des Wiener Praters. Tauchen Sie ein in die faszinierende Welt der Riesenrundbilder und lassen Sie sich von Naturräumen und historischen Ereignissen begeistern – präsentiert in atemberaubender perspektivischer Darstellung!

Das Panorama, ein einst äußerst populäres Bildmedium des 19. Jahrhunderts, beeindruckte mit seinen riesigen Kunstwerken, die Landschaften, Schlachten oder historische Ereignisse in einer bis dato einzigartigen, perspektivischen und allumfassenden Darstellung zeigten. Diese fesselnden Bilder wurden in speziellen Ausstellungsgebäuden – den sogenannten Rotunden – präsentiert und waren dabei so lebensecht, dass die Grenzen zwischen Realität und Bildinhalten für die BetrachterInnen verschwammen.

Ursprünglich gehen die Idee der Panoramamalerei und der Begriff „Panorama“ auf den irischen Maler Robert Barker zurück, der die Technik im 19. Jahrhundert patentierte. Seine Inszenierung der Riesenrundbilder in Kombination mit Aussichtsplattformen und realen Naturgegenständen machte das Panorama zu einer äußerst erfolgreichen und beliebten Form der Unterhaltung: Es fand schnell Verbreitung in Metropolen wie Paris – so auch in Wien – und wurde zur neuen kulturellen Attraktion für das aufkommende Bürgertum, das durch die industrielle Revolution Interesse an fernen Orten und Ereignissen entwickelte.

Das Panorama wurde als erstes Massenmedium bezeichnet, da es von jedem besichtigt werden konnte und durch seine realistische Darstellung für jedermann verständlich war. Es bot eine faszinierende Möglichkeit, an entfernte Schauplätze zu reisen und historische Ereignisse hautnah zu erleben – so, als wäre man tatsächlich dort. Um die historische Realität so authentisch wie möglich wiederzugeben, erforderten die Darstellungen umfangreiche Recherchearbeiten, Präzision und Detailtreue.

Im Laufe der Zeit wechselte die Themenwahl der Panoramen von Landschaftsbildern zu historischen Ereignissen, insbesondere Schlachten. Mit dem Aufkommen von Fotografie, Kino und illustrierten Zeitungen geriet das Panorama in den 1830er Jahren zeitweise in den Hintergrund, erlebte jedoch später eine Renaissance – speziell während des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71, dessen Schlachten neue Motive boten und den Patriotismus förderten.

Obwohl moderne Medien das Panorama im 20. Jahrhundert verdrängten, erlebte das Phänomen ab den 1970er Jahren eine Wiederbelebung. Diese Renaissance erreicht mit dem PANORAMA VIENNA im Wiener Prater nun einen neuen Höhepunkt: Hier wird die Tradition des Panoramas mit modernsten Methoden neuinterpretiert, um die BesucherInnen mit der einzigartigen und fesselnden Wirkung des Panorama-Erlebnisses zu verzaubern und sie tief in das beeindruckende Universum der Bilder und Geschichten eintauchen zu lassen. Im PANORAMA VIENNA wird Geschichte mit allen Sinnen erlebbar – eine einmalige Erfahrung für die ganze Familie, die noch lange in Erinnerung bleiben wird.

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Eig’nes Dach ist Goldes wert – Gleichenfeier beim PANORAMA VIENNA